Was ist was? Fachbegriffe verständlich erklärt
Da erfahrungsgemäß die P-Begriffe nicht einfach auseinanderzuhalten sind, möchte ich hier mit einer kurzen Begriffserklärung die Unterschiede zwischen verschiedenen Fachleuten deutlich machen und einige wichtige Begriffe erklären.
Ein ärztlicher Psychotherapeut hat Medizin studiert, hat eine Facharztausbildung durchlaufen und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.
Ein Psychiater hat Medizin studiert, die Facharztausbildung in Psychiatrie/Neurologie durchlaufen und eine spezifische psychotherapeutische Ausbildung absolviert.
Ein psychologischer Psychotherapeut hat Psychologie studiert und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.
Diese drei Berufsgruppen dürfen im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung psychotherapeutische Leistungen bei Erwachsenen erbringen.
Die Psychosomatik kommt in ihrer Entwicklungsgeschichte mehr aus der Inneren Medizin und betont in besonderer Weise die Wechselwirkungen zwischen seelischen Bewegungen und dem körperlichen Ausdruck in der Symptombildung. Schon Hippokrates machte sich 400 v.Chr. Gedanken über die „Natur des Ganzen“.
Psychotherapie ist ein gemeinsamer Begriff aus Psychologie und Medizin für die Anwendung von psychologisch-medizinischer Wissenschaft in der Heilkunde.
Unsere Wahrnehmungen, Erlebnisweisen, Verarbeitungsprozesse und Verhaltensreaktionen sind stets und durchgehend bio-psycho-sozialer Natur:
- Bio = die Gesamtheit all unserer körperlichen Prozesse von Eizelle, Gewebe, Blutkreislauf, (Sinnes-)Organe, Stoffwechsel, Hormonsystem über vegetatives bis hin zum zentralen Nervensystem
- Psycho = die Gesamtheit all unserer Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen, Verhaltensmuster und Erinnerungen
- Sozial = die Gesamtheit all unserer Beziehungen – zu mir, zu den Mitmenschen, zur Natur, zur Kunst, zu Gott.
Psyche (gr.): Atem, Hauch, Seele
Soma (gr.): Körper
Therapie (gr.): Heilbehandlung