Leistungen und Therapien

Den richtigen Weg in Ihrer Lebenssituation einschlagen

Ziel ist es, einen helfenden Weg zu finden für Menschen im Alter von 18 bis ins hohe Lebensalter für eine:

Akute oder länger anhaltende Krisen-, Konflikt- und Belastungssituation

Depression in verschiedener Ausprägung

Bipolare Störung

Angststörung, Panikstörung, Phobie

Psychosomatische Erkrankung - in ihrer Wechselwirkung zwischen Körper (soma) und Seele (psyche)

Psychose wie Schizophrenie, schizoaffektive Störung

Demenz

ADHS

Suchterkrankung in ihren verschiedenen Erscheinungsformen

Für die Behandlung von diesen Störungen und Erkrankungen gilt stets primär das Therapieanliegen der Heilung. Sollte dies bei längeren oder wiederkommenden Verläufen nicht möglich sein, dann stehen die unterstützende Begleitung, Akzeptanzförderung, Kompromisse, Neuausrichtung im Vordergrund.

Wichtig ist: dranzubleiben, nicht aufzugeben, die Hoffnung auf Veränderung immer wieder zu nähren, den Glaube an die Heilungs -und Ressourcenkräfte in unserem so vielgestaltigen Organismus immer wieder zu stärken.

Genauso wichtig für die Überwindung und Bewältigung von Krankheitsauswirkungen ist die Förderung und Einbeziehung unserer sozialen Umwelt, seien es Beziehungen zu engen (Ehe-) Partner*Innen, Verwandte, Freund*innen, Bekannte, Selbsthilfegruppe oder auch zu Tieren oder der Natur, wie auch die Ausrichtung auf Lebensorientierung, Sinnsuche und Glaubensüberzeugungen.

Psychiatrisch-psychotherapeutisches Gespräch bedeutet das Heilmittel der sprechenden Medizin einzusetzen: Vertrauensvolle Beziehung, hinreichende Offenheit, Zuhören, Psychoedukation (Erklärung über Ursache und Zusammenhänge), Bewußtes und Verdrängtes, gemeinsam mit der Erkenntnis, dass wirkliche menschliche Begegnung durch Resonanz (siehe Logo) heilsam und klärend sein kann.

Die Grundhaltung der Gesprächsführung ist pragmatisch, lösungs- und zielorientiert unter Berücksichtigung der aktuellen (Auslöse-)Situation, der Lebensgeschichte, der Körpererinnerungen und den inneren (tiefenpsychologischen) Bewegungen mit Bewußtem und Verdrängtem, Vergessenem und Verschüttetem.

Medikamentöse Therapie bedeutet den Einsatz von wissenschaftlich gesicherten Wirkungsträgern (Tablette, Kapsel, Injektion - in Akut-, Retard oder Depotzubereitung) und ggf. deren Überwachung durch Blutentnahme und Laboruntersuchung.

Die langfristige Versorgung von Betroffenen mit chronischen, langen Krankheitsverläufen ist ein wichtiges Feld meiner psychiatrischen Arbeit. Dazu gehört auch der Austausch und die Kontaktpflege mit den ambulanten Diensten, wie z.B. Sozialpsychiatrischer Dienst, den begleitenden Soziotherapeuten und den Trägern im Landkreis.

Eine bedarfsgerechte, personenzentrierte Versorgung von psychisch kranken Menschen ist mir ein Herzensanliegen.

Was ist was? Fachbegriffe verständlich erklärt

Da erfahrungsgemäß die P-Begriffe nicht einfach auseinanderzuhalten sind, möchte ich hier mit einer kurzen Begriffserklärung die Unterschiede zwischen verschiedenen Fachleuten deutlich machen und einige wichtige Begriffe erklären.

Ein ärztlicher Psychotherapeut hat Medizin studiert, hat eine Facharztausbildung durchlaufen und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.

Ein Psychiater hat Medizin studiert, die Facharztausbildung in Psychiatrie/Neurologie durchlaufen und eine spezifische psychotherapeutische Ausbildung absolviert.

Ein psychologischer Psychotherapeut hat Psychologie studiert und eine spezifische Psychotherapieausbildung absolviert.

Diese drei Berufsgruppen dürfen im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung psychotherapeutische Leistungen bei Erwachsenen erbringen.

Die Psychosomatik kommt in ihrer Entwicklungsgeschichte mehr aus der Inneren Medizin und betont in besonderer Weise die Wechselwirkungen zwischen seelischen Bewegungen und dem körperlichen Ausdruck in der Symptombildung. Schon Hippokrates machte sich 400 v.Chr. Gedanken über die „Natur des Ganzen“.

Psychotherapie ist ein gemeinsamer Begriff aus Psychologie und Medizin für die Anwendung von psychologisch-medizinischer Wissenschaft in der Heilkunde.

Unsere Wahrnehmungen, Erlebnisweisen, Verarbeitungsprozesse und Verhaltensreaktionen sind stets und durchgehend bio-psycho-sozialer Natur:

  • Bio = die Gesamtheit all unserer körperlichen Prozesse von Eizelle, Gewebe, Blutkreislauf, (Sinnes-)Organe, Stoffwechsel, Hormonsystem über vegetatives bis hin zum zentralen Nervensystem
  • Psycho = die Gesamtheit all unserer Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen, Verhaltensmuster und Erinnerungen
  • Sozial = die Gesamtheit all unserer Beziehungen – zu mir, zu den Mitmenschen, zur Natur, zur Kunst, zu Gott.

Psyche (gr.): Atem, Hauch, Seele

Soma (gr.): Körper

Therapie (gr.): Heilbehandlung

Rahmenbedingungen

Psychiatrische und Psychotherapeutische Leistungen werden im Sinne einer Krankenbehandlung von der gesetzlichen Krankenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung (BG), der Heilfürsorge und den meisten privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe getragen.